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Buch: Der gefesselte Mensch

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Dezembergedanken

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Du mußt zum Jahresausklang etwas Versöhnliches schreiben, sagte sich Erasmus, und auch seine Freunde rieten es ihm. Aber womit anfangen angesichts dessen, was auf dieser Erde überall geschieht und zu dem man nur mit Hamlet ausrufen kann: " Die Welt ist aus den Fugen". So beginnen wir denn mit der Vergangenheit und erinnern uns noch einmal: Unser Kollege Lukas schrieb vor etwa 2000 Jahren an seinen Freund Theophilus einen langen Bericht über wundersame Begebenheiten. Es begann sehr nüchtern damit, daß in einem der damaligen Hotels alle Zimmer belegt waren und man einer Hochschwangeren einen Stall zuwies, wo sie gebar. Kein schöner Zug der anderen Gäste und des Herbergsvaters, meinen wir heute, hätte doch eigentlich einer mit ihr tauschen können. Aber es sollte so sein. Außerdem war das Kinderkriegen damals unkomplizierter, und als Hebamme diente der Ehemann. Windeln hatte sie vorsorglich bei sich, in die sie ihr Baby wickelte, und als Wiege diente eine Futterkrippe.
Wunderbare Erscheinungen konnten danach Hirten beobachten, die der Wölfe wegen in der Nähe Nachtwache bei ihrer Herde hielten. Stimmen berichteten ihnen, daß ein Heiland geboren sei, und verkündeten nach einem Lob Gottes: Friede auf Erden den Menschen - die guten Willens sind.

Wir kennen den weiteren Bericht über den Heiland und die Bedeutung, die das Aufleuchten dieses Geistes für die Menschen eigentlich hätte haben sollen. Was ist geschehen ? Ist die
Botschaft aus Bethlehem, die damals an die Menschen erging , im Weltraum verhallt ?
Ein Chronist muß heute suchen, bevor er etwas zu kommentieren findet, das weihnachtlicher Bedeutung und Besinnung wert ist. Darüberhinaus ist für die Informationsmedien unserer Spaßgesellschaft eine schlechte Nachricht immer eine gute.
Nun, Erasmus meint, es geschehen auch heute noch gute Taten, und auch heute wird " weihnachtlich " gehandelt, selbst wenn es nicht immer allgemein bekannt wird.

Im eigenen Lebenskreis findet doch jeder von uns Beispiele dafür. So bleibt ihm nur noch, daran zu erinnern, daß die Friedensbotschaft allen Menschen verkündet wurde - sofern sie guten Willens sind. Versuchen wir alle, es zu sein.

In diesem Sinne wünscht Ihnen Erasmus einen besinnlichen Jahresausklang und alles Gute
im A.D. 2002.